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Yuma-Tsil
Wie schlau! Der Name »schwarzer Biber« ließ vermuten, daß der Betreffende sehr geschickt im Schwimmen und Tauchen sei. Und ich sollte mit der Lanze kämpfen, mit einer Waffe, von welcher die Roten annahmen, daß sie mir am ungeläufigsten sei. Aber da befanden sie sich im Irrtume. Winnetou, der größte Meister im Lanzenwerfen und Lanzenfechten, hatte sich auch da so lange mit mir abgequält, bis wenigstens etwas sitzen geblieben war. Bei einem Westläufer giebt es eben keine freie Stunde; hat er nichts anderes zu thun, so übt er sich. Daher die staunenswerte Fertigkeit und Sicherheit, die man an solchen Leuten zu bewundern hat. Wer da nur zuschaut, hat keine Ahnung von der Mühe und Arbeit, welche dazu erforderlich war.
Also für mich hatte sich kein Gegner gefunden. Vielleicht fand sich überhaupt keiner; das konnte ich mir dann schon gefallen lassen. Aber um den kleinen Mimbrenjo wurde mir bange; es trieb mich zu ihm hin, ihm einige nicht nutzlose Andeutungen zu machen. Als er mich kommen sah, blickte er mir lächelnd entgegen; das Kerlchen fühlte ganz und gar keine Bangigkeit, und als ich ihn fragte:
»Ist mein junger Bruder ein guter Schwimmer?« antwortete er:
»Ich bin stets sehr gern ins Wasser gegangen,«
»Einfach ins Wasser gehen, um zu baden, oder im Wasser mit dem Messer um sein Leben kämpfen, das ist zweierlei.«
»Mein Bruder und ich haben sehr oft mit den Messern gekämpft.«
»Sei nicht zu zuversichtlich! Dein Gegner hat einen für dich schlimmen Namen; er muß sehr gut tauchen können.«
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