|
|
|
|
| |
Yuma-Tsil
»Zweihundert und einige mehr,« antwortete er.
»Er wollte die gefangenen Yumas, unter denen sich auch der Häuptling derselben, der >große Mund<, befand, zu den Marterpfählen führen. Sind sie mutig gestorben, oder haben sie vor Schmerzen ihre Stimmen erschallen lassen?«
Ich wußte längst, daß sie dem alten, groben, aber sonst ganz wackern Kerl entkommen waren, sprach die Frage aber dennoch aus, um ihn dafür zu bestrafen, daß er mir zugemutet hatte, ich wolle den »großen Mund« absichtlich entfliehen lassen. Er zögerte auch lange mit der Antwort, bis er eingestand:
»Der große Geist hat nicht gewollt, daß wir uns über den Tod dieser Hunde freuen sollten. Es hatte sich einer von ihnen losgemacht und auch die Fesseln der andern geöffnet; sie entflohen und nahmen viele Pferde mit.«
»Das ist eine große Heldenthat von Euch gewesen. Die Yumas werden noch lange darüber lachen. Wie hat der >starke Büffel< gezürnt, wenn ich einmal mit dem >großen Munde< sprach! Nun hat er nicht nur ihn, sondern alle Gefangenen mit ihm laufen lassen!«
»Der große Geist hat es so gewollt. Er ließ einen so tiefen Schlaf über uns kommen, daß wir weder sahen noch hörten.«
»Das ist die Ansicht meines roten Bruders. Ich bin anderer Meinung. So oft ein Fehler von mir geschehen ist, habe ich niemals dem großen Geiste die Schuld gegeben, denn Manitou begeht keinen Fehler. Aber was vergangen ist, soll man als unvermeidlich betrachten und sich die beste Lehre daraus ziehen. Wissen die Krieger der Mimbrenjo, wo der >große Mund< sich jetzt befindet?«
|
|
|
| |
|