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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

Vergebliche Jagd 

»Du bist ein Lügner; wir glauben dir nicht.«
 
»Jil'an daknak -   verflucht sei dein Bart! Willst du mir die Pferde zurückgeben oder nicht?«
 
»Nein.«
 
»So ist deine letzte Stunde gekommen!« drohte er, indem er das Gewehr erhob.
 
Sofort saß ich wieder im Anschlage und antwortete:
 
»Sobald dein Kolben deine Wange berührt, sitzt meine Kugel in deinem Kopfe! Nieder mit der Flinte!«
 
Er gehorchte augenblicklich, rief mir aber, vor Wut bebend, zu:
 
»Du siehst aber doch ein, daß du die Pferde unmöglich behalten kannst!«
 
»Ich sehe im Gegenteile ein, daß ich sie sehr gut gebrauchen kann. Sie dienen uns dazu, die Zeitversäumnis einzuholen, welche wir durch dich erlitten haben. Du hast gewußt, daß wir den Kolarasi verfolgten. Daß du geglaubt hast, uns gefangen halten zu können, verzeihen wir dir gern, denn der Falke achtet nicht der Fliege, welche ihm die Schwingen abbeißen will. Ihr seid die größten Tenabil (* Dummköpfe.), die mir jemals vorgekommen sind, und Hunderten von euch gelingt es nicht, es mit einem einzigen tapfern Giaur aufzunehmen. Aber wir haben durch deinen Verrat zwanzig wertvolle Stunden verloren und brauchen also die drei Stuten, um die Versäumnis wieder einzubringen. Schon als du mir den Brief diktiertest, wußten wir, daß wir jetzt frei sein würden; ich habe es dem Herrn der Heerscharen geschrieben.«
 
»Das hast du ihm geschrieben! Nicht meine Forderungen?«
 
»Diese auch, aber nur, damit er über dieselben lachen soll.«
 
 
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