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Vergebliche Jagd
ihnen fürchteten. Da aber hörten wir eine schreiende Stimme hinter uns, und nun war es Zeit, uns um den, welcher sich uns näherte, zu bekümmern. Wir hielten an.
Es war der Scheik, der uns eingesperrt hatte. Hoch in den Bügeln stehend, kam er auf uns zugejagt, schwang drohend die lange Steinschloßflinte und schrie:
»la lußuß, ia haramiia, afrasi, afrasi - ihr Räuber, ihr Diebe, meine Stuten, meine Stuten!«
Er war uns so nahe gekommen, daß es meines weittragenden Bärentöters gar nicht bedurfte; ich konnte ihn recht gut schon mit dem Stutzen erreichen und legte diesen auf ihn an. So groß sein Grimm war, als er den Lauf auf sich gerichtet sah, zügelte er sein Pferd, lenkte es zur Seite, schlug, immer langsamer werdend, einen Viertelkreis um uns, hielt dann an und schrie uns zu.
»Ihr habt meine besten Pferde gestohlen, meine Stuten, die mir höher als mein Leben stehen! Gebt sie her!«
»Komm her, und hole sie dir!« forderte ich ihn auf. »Blicke in den Lauf meines Zaubergewehres, welches, wie du selbst gesagt hast, mehr als tausend Kugeln schießt; dann werden wir erfahren, ob deine Stuten dir lieber sind, als dein Leben!«
Er folgte der Aufforderung doch nicht, sondern fuhr mich an:
»Warum habt ihr sie geraubt! Stehlen eure vornehmen Siziad (* Herren.) sich von andern Leuten Pferde?«
»Nein. Bei uns giebt es aber auch keinen Scheik, welcher Gastfreunde gefangen nimmt und ihnen ihre Kamele stiehlt.«
»Ihr sollt die eurigen haben. Kommt mit mir zurück; ich werde sie euch geben!«
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