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Vergebliche Jagd
Die berühmten Ruinen von El Khima flogen rechts an uns vorüber. Als unser Flug eine Stunde gewährt hatte, ritten wir langsamer, und doch war keine Spur von Schaum an den Mäulern und kein Tropfen Schweiß an den schönen Gliedern unserer Pferde zu sehen. Wir mußten ihre Kräfte schonen.
Nach einer halben Stunde sah Winnetou sich wieder um und rief:
»Zwei Reiter hinter uns. Das sind Verfolger!«
Ich hielt an und sah zurück. Die Reiter waren weit zurück; der eine hatte einen bedeutenden Vorsprung vor dem andern; beide aber ritten mit ungeheurer Schnelligkeit; ja, es waren Verfolger!
»Wieder Galopp!« sagte ich. »Wir müssen soviel Zeit gewinnen, daß die beiden noch weiter auseinanderkommen.«
Nun fegten wir wieder wie vorher dahin. Ich erkannte bald, daß ich wirklich die drei besten Pferde ausgewählt hatte, die Verfolger kamen uns nur sehr langsam näher, obgleich sie gewiß alle Kräfte ihrer Pferde anstrengten, was wir nicht thaten. Der eine, welcher zurückgeblieben war, zeigte wohl kaum eine größere Schnelligkeit, als wir; von dem andern aber war zu berechnen, daß er uns in einer halben Stunde eingeholt haben würde. Jetzt tauchte am äußersten Horizonte hinter uns noch ein dritter auf. Sie waren uns nicht gefährlich. Wir waren unser drei, und gern hätte es ein einzelner von uns mit zehn und noch mehr von den zerteilt reitenden Leuten aufgenommen.
Die halbe Stunde verging; das Terrain blieb dasselbe, eine sandige, zuweilen dünngrasige Ebene. Wir hielten es nicht für der Mühe wert, uns viel umzublicken. Die Kerls hätten sonst gar gedacht, daß wir uns vor
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