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Vergebliche Jagd
»Hört ihr's! Sie horchen draußen! Sie haben unsere Anstrengung bemerkt und lachen uns aus! Hätte ich die Lacher hier; das Lachen sollte ihnen augenblicklich vergehen! Mit Gewalt ist allerdings nichts auszurichten; das sehe ich ein. Also müssen wir zur List unsere Zuflucht nehmen. Aber wie?!«
»Habe es doch nicht so eilig!« bat ich ihn. »Sinnen und Ueberlegen bringt gute Gedanken.«
»Oft auch nicht. Wie wollen wir die Kerls überlisten, wenn wir hier stecken und sie draußen sind!«
»Mein Bruder mag, wie Scharlieh ihm schon gesagt hat, warten,« meinte der Apatsche in nachdrücklicher Weise. »Winnetou ahnt einen Ausweg und wird versuchen, ob derselbe möglich ist.«
»Welchen Ausweg?«
»Merkt mein Bruder Emery nicht, wie feucht es in dem Spalte ist?«
»Das merke ich freilich.«
»Sind aber etwa die Wände naß?«
»Nein; sie sind trocken. Nur der Boden ist feucht.«
Indem der Engländer dies sagte, hob er eine der Matten auf und befühlte die unter ihr befindliche Stelle.
»Mein Bruder hat den Quell gesehen, der sich draußen befindet?« fuhr der Apatsche fort. »Von ihm muß die Feuchtigkeit kommen. Das Wasser wandert aber nicht in solcher Menge durch den harten Felsen, sondern nur durch Sand. Der Boden der Felsenspalte muß also aus Sand bestehen. Die Spalte geht hoch empor, wie wir sehen; aber sie scheint auch tief in die Erde zu steigen und ist bis zu der Höhe, in welcher wir, uns befinden, mit Sand ausgefüllt.«
»So liegt wahrscheinlich der Stein da draußen auch auf Sand und nicht auf Felsen!« rief da Emery.
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