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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

Vergebliche Jagd 

läßt er ihn hier sitzen, ohne ein einziges seiner Worte zu halten.«
 
»Dann wehe dem Soldaten! Was wird er thun, was anfangen?«
 
»Werden sehen!«
 
»Desertion und Befreiung Gefangener. Wird unbedingt erschossen! Willst du ihn retten?«
 
»Das kommt auf sein Verhalten an.«
 
»Wird dir aber schwer werden!«
 
»Nein. Krüger-  Bei thut mir sicher auch einen solchen Gefallen.«
 
Jetzt erreichten wir den Mann. Er hatte uns stehend erwartet, jetzt aber sank er in die Kniee und rief, indem er die Hände flehend erhob:
 
»Gnade, Effendi, Gnade! Ich bin bestraft genug!«
 
Er wendete sich an mich, weil er gesehen hatte, daß ich von uns dreien derjenige war, mit welchem der Herr der Heerscharen am intimsten verkehrte. Daß er sich nicht trotz-   und starrköpfig zeigte, sondern seine Schuld gleich eingestand, indem er um Gnade bat, ließ darauf schließen, daß er kein schlechter Mensch war. Dennoch antwortete ich in sehr ernstem Tone:
 
»Bestraft genug? Du bist Deserteur, Deserteur im Felde! Weißt du, was für Strafe darauf steht?«
 
»Der Tod.«
 
»Und außerdem hast du Gefangene befreit. Dafür wirst du, ehe man dich erschießt, entsetzliche Hiebe erhalten.«
 
»Ich weiß es; aber Effendi, dein Wort gilt sehr viel bei dem Herrn der Heerscharen. Ich flehe dich an, bitte bei ihm für mich!«
 
»Sage mir zunächst, wie die Flucht vor sich gegangen ist!«
 
 
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