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Vergebliche Jagd
ein. Ungefähr gegen drei Uhr nach Mitternacht, also nach gar nicht langer Zeit, wurde ich geweckt durch einen Ruf, welcher draußen erscholl:
»Werda! Zurück!«
Ich horchte. Auch Winnetou richtete sich auf.
»Zurück!« rief es draußen noch einmaL
Wir gingen hinaus. Mein Freund und Hüter saß nicht mehr am Eingange des Zeltes; er war aufgestanden und stand lauschend an der Seite desselben. Der Mond war untergegangen.
»Was gab es?« fragte ich.
»Ich saß an der Thür und wachte,« antwortete der Mann. »Da sah ich einen Menschen gekrochen kommen und rief ihn an. Er verschwand darauf schnell. Ich erhob mich von der Erde und ging um das Zelt. Da sah ich einen zweiten davonspringen und rief ihm nach.«
»Vielleicht sind's zwei Tiere gewesen?«
»Was für welche sollten es sein! Es waren Menschen, die es auf dich abgesehen hatten!«
»Das glaube ich nicht. Wir befinden uns ja unter lauter Freunden!«
»Weißt du das? Allah allein kann es wissen! Doch geh hinein, und leg dich getrost wieder schlafen; ich wache für dich!«
Ich ging hinein, vollständig überzeugt, daß der Mann sich getäuscht hatte. Winnetou war derselben Ansicht. Wie gut aber wäre es gewesen, wenn wir dem Beduinen geglaubt hätten!
Wir schliefen bald wieder ein, wurden aber nach vielleicht einer Stunde durch einen Heidenlärm, welcher draußen erscholl, wieder aufgeweckt. Wir griffen nach unsern Waffen und eilten hinaus. Eben stieg der erste Schein des Tages im Osten auf; man konnte leidlich
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