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Unter der Erde
heit, wenigstens für einige Zeit. Willst du dich als meinen Gefangenen betrachten?«
»Ja.«
»Muß ich dich da wieder fesseln, um deiner sicher zu sein?«
»Du magst mich binden oder nicht, ich bleibe bei dir, bis du mir sagst, daß ich wieder frei bin. Weiter aber darfst du nichts von mir verlangen. Ich kann dir nicht behilflich sein und werde dir keine Auskunft erteilen.«
»Gut, so sind wir einig. Du bist mein Gefangener und gehorchst allen meinen Anweisungen. Zu dem, was ich vorhabe, bedarf ich deiner Hilfe nicht.«
Ich band nun auch der Jüdin die Hände vom Rücken los und ging an die Aufsuchung der andern Eingesperrten. Der Raum, in welchem Judith gesteckt hatte, war klein. Man hatte da einen Gang begonnen, ihn aber wieder verlassen, da man nach dieser Richtung nichts gefunden hatte. Die andern Gefangenen waren nur hinter der zweiten Tür zu suchen. Als ich dieselbe geöffnet hatte, befanden wir uns in einer Art ausgehauener Kammer, aus welcher drei Gänge nach drei verschiedenen Richtungen führten. Hier herrschte eine schlimme Luft. Es roch nach Schwefel; man atmete schwer. Zwei von den Gängen waren unverschlossen, Vor dem dritten befand sich eine Tür mit zwei Riegeln. In derselben war eine Klappe angebracht, wie man sie an Gefängnistüren findet. Ich öffnete sie, um hindurchzublicken, zog aber die Nase sehr schnell zurück, denn es drang mir ein Dunst entgegen, der kaum auszuhalten war. Als ich das Licht an die Oeffnung hielt, schien es verlöschen zu wollen.
Noch fast schlimmer wurde es, als ich die beiden Riegel entfernte und dann die ganze Tür öffnete. Eine dicke Luft drang heraus und das, was man roch, war
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