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Unter der Erde
»Wie leicht konnte er Sie entdecken! Dann befand ich mich wieder in seiner Gewalt!«
»Nein, sondern er hätte sich in der meinigen befunden. Wenn Sie noch nicht mit der >listigen Schlange< gesprochen haben, so werde ich ihn aufklären. Wie gut, daß er von Melton überwältigt worden ist! Der Bösewicht hat mir dadurch einen Trumpf in die Hand gespielt, an dem seine Karte verloren gehen wird.«
Ich trat zu dem Indianer und durchschnitt seine Fesseln. Er richtete sich schnell auf und fragte die Jüdin:
»Wer ist das Bleichgesicht, welches sich in unserm Schachte befindet und doch nicht zu uns gehört?«
»Mein roter Bruder wird sogleich erfahren, wer ich bin,« antwortete ich an des Mädchens Stelle. »Er hat nicht verstehen können, was Melton zu der weißen Tochter sagte, denn es wurde in einer ihm fremden Sprache gesprochen. Darum frage ich ihn, ob er weiß, was Melton mit ihm vornehmen will?«
»Ich weiß es. Ich sollte sterben; er wollte mich hierunten in die Erde graben.«
»Glaubt mein roter Bruder, daß er dies wirklich getan hätte?«
»Er hätte es getan, denn nur mein Tod hätte ihm Sicherheit gegeben.«
»Was wäre aus dem weißen Mädchen geworden, welches die >listige Schlange< zur Squaw begehrt?«
»Sie hätte hierunten sterben und verderben müssen, wie die andern Bleichgesichter, von denen keins wieder das Licht des Tages erblicken wird.«
»Darin irrt mein roter Bruder, denn sie alle werden das Licht schon des nächsten Morgens sehen. Ich werde sie aus dem Schachte führen.«
»Das wird Melton nicht zugeben!«
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