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Unter der Erde
»Bitte, Fräulein, wollen Sie bemerken, daß Sie sich in der Person irren! Ich komme nicht in der Absicht, von zarter Hand zu sterben.«
Der Mimbrenjo leuchtete mir ins Gesicht. Sie erkannte mich und rief aus:
»Sie sind es, Sie? Gott sei Dank! Sie werden mich nicht hier stecken lassen!«
»Nein. Ich werde Sie in die Freiheit führen. Wer hat Sie denn hier eingesperrt?«
»Melton, dieses Scheusal, dieser Teufel in Menschengestalt.«
»Wie hat er Sie denn hier heruntergebracht? Es kann doch nicht leicht sein, jemand, der sich wehrt, in die Tiefe zu schaffen.«
»Durch List. Ich bin ihm freiwillig gefolgt. Wir fuhren im Förderkasten herab.«
»So hat er Ihnen etwas weisgemacht, Ihnen vielleicht gesagt, daß er Ihnen Ihren Vater zeigen will?«
»Ja, das hat er gesagt; ich sollte meinen Vater heraufholen. Sie wissen, daß er hier eingesperrt ist?«
»Das weiß ich. Ich weiß überhaupt mehr, als Sie denken. So weiß ich zum Beispiele, daß die listige Schlange, der junge Häuptling der Yumas, gestern mit einer Dame redete, die ihn so in Entzücken versetzt hat, daß er ihr Edelsteine, Gold, ein Schloß, einen Palast, schöne Kleider und viele Diener zur Verfügung stellen wird.«
Sie errötete nicht, wie es sicher bei einem andern Mädchen der Fall gewesen wäre. Sie antwortete vielmehr ganz unbefangen:
»Haben Sie mit ihm gesprochen?«
»Nein.«
»War er bei Melton?«
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