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Unter der Erde
than hat. Zum Dank aber für ihren Kuß will ich ihr etwas mitteilen, was sie sonst wohl nicht erfahren würde. Von den Bleichgesichtern, welche wir hierher führten, ist eins entkommen; es war ein hoher, starker Mann, den die weiße Blume kennen wird.«
»lch kenne ihn.«
»Ja, du kennst ihn, und zwar besser, als du die andern kanntest.«
»Woher weißt du das?«
»Das Auge, mit welchem er dich bewachte, hat es mir gesagt. Du hattest ihn lieb?«
»Nein. Er ist mir nachgelaufen.«
»Dann wird es dich nicht betrüben, wenn ich dir sage, daß er tot ist.«
»Tot? Woher weißt du das?«
»Die beiden Wellers haben ihn verfolgt und erschlagen. Die Geier werden seinen Leib nun schon gefressen haben. «
Sie saß eine Weile stumm; dann rief sie aus:
»Es ist so ganz recht gekommen. Er war mir widerwärtig, und nun bin ich ihn los!«
»Ja, er wird nicht zurückkehren; ich aber bin morgen wieder hier. Howgh!«
Er entfernte sich. Sie blieb sitzen, nachdenklich und ohne sich zu bewegen. Dann schnippste sie mit den Fingerspitzen, wie man es macht, wenn man eine Grille, einen unangenehmen Gedanken verjagt, und begann, leise vor sich hin zu trällern. Es war die Melodie eines alten Gassenhauers. Als sie aufstand und fortging, hätte ich ihr nur zu folgen brauchen, um den Aufstieg nach dem Plateau schnell kennen zu lernen; es fiel mir aber nicht ein, dies zu tun, denn ich kannte das Indianerleben zu genau, um nicht zu wissen, daß die »listige Schlange« sich
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