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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

In Tunis 

Man sah, die Frau hatte Hunger. Während sie aß, sah ich fern im Osten einen weißen Punkt auftauchen, welcher immer größer wurde und dann eine zweifache Farbe annahm, unten dunkel und oben weiß. Als ich in die angegebene Richtung deutete, meinte Emery:
 
»Ein Trupp Beduinen; unten Pferde dunkel, oben die Burnus hell. Sie kommen gerade hierher. Was thun?«
 
Die Frau sah, was wir beobachteten; sie blickte also auch gegen Osten und rief erschrocken aus:
 
»Allah beschütze uns! Wir sind verloren, wenn wir nicht so schnell wie möglich fliehen! Das sind Uled Ayun.«
 
»Es können auch andere sein.«
 
»Nein. Sie leben jetzt mit aller Welt in Unfrieden, und wer so offen und am hellen Tage aus der Gegend ihrer Zeltdörfer kommt, der muß ein Uled Ayun sein. Laß uns fliehen, Herr, schnell, schnell!«
 
Sie sprang auf.
 
»Warte nur, warte!« antwortete ich. »Ein Germani flieht nicht so schnell vor solchen Leuten.«
 
»Aber es sind ihrer mehr als zehn!«
 
»Und wenn es zwanzig oder dreißig wären, wir fürchten uns nicht.«
 
»So seid ihr verloren, und ich bin es mit euch! 0 Allah, Allah, beschütze uns in dieser Angst und Gefahr!«
 
»Sei ruhig! Ich gebe dir mein Wort, daß sie dir nichts thun werden. Ich denke vielmehr, daß wir sie bestrafen werden für den Mord, welcher hier begangen worden ist, nämlich wenn sie wirklich zu den Uled Ayun gehören.«
 
»Willst bleiben?« fragte Emery in seiner kurzen Weise.
 
Er hatte die Worte des Weibes und natürlich auch die meinigen verstanden.
 
 
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