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In Tunis
gegraben. Du kannst daran ersehen, daß ich kein gefährlicher Feind bin. Ich bin nur mitgezogen, um vielleicht Blutvergießen zu verhüten und, wenn es möglich ist, Frieden zu stiften. Sieh mich an! Habe ich das Gesicht eines Menschen, vor welchem du dich fürchten mußt?«
»Nein,« antwortete sie lächelnd. »Dein Auge blickt freundlich, und dein Gesicht ist mild und gut. Vor dir fürchte ich mich nicht, desto mehr aber vor den Soldaten.«
»Das ist nicht nötig; sie werden alle freundlich mit dir sein; wir führen nicht mit Frauen Krieg.«
»Kannst du ihnen denn befehlen, daß sie mich nicht feindlich behandeln?«
»Ja, und sie werden gehorchen.«
»So bist du ein Oberer von ihnen?«
»Ein Oberer und Gast, und das gilt, wie du weißt, noch viel mehr.«
»Werde ich gefangen sein?«
»Ich verspreche dir, daß du frei sein sollst und alles bekommen wirst, was du brauchst. Ich nehme dich unter meinen ganz besondern Schutz; du wirst stets in meiner Nähe sein, und wer dich antastet, den werde ich streng bestrafen.«
»Und wann kann ich dann gehen?«
»Sobald die Verhältnisse es erlauben und ich erkenne, daß das, was du daheim von uns erzählst, uns nicht mehr schaden kann. Das kann sehr bald werden, vielleicht schon übermorgen.«
»Ich glaube deinen Worten, denn du siehst nicht aus wie ein Betrüger, sondern wie ein ehrlicher Mann. Und da du mir dies versprichst, so - doch siehe,« unterbrach sie sich, »dort kommen zwei Reiter!«
Sie deutete in die Richtung, aus welcher ich gekommen war. Da ich mit dem Rücken nach derselben
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