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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

In Tunis 

wissen, wie ich dir weiter helfen kann. Willst du mir Antwort auf meine Fragen geben?«
 
»Sprich!« sagte sie, indem sie die noch immer thränenden Augen zu mir erhob.
 
»War dieser Tote dein Mann?«
 
»Nein; er war ein Greis, ein Freund meines Vaters, und wanderte mit mir nach Nablumah, um anzubeten.«
 
»Meinst du die Ruinen von Nablumah, in denen sich das Grab eines wunderthätigen Marabu befindet?«
 
»Ja; an dem Grabe wollten wir beten. Als Allah mir das Kind gab, kam es blind zur Welt; es sollte durch eine Wallfahrt nach dem Grabe des Marabu das Licht der Augen erhalten; der Greis, welcher mich begleitete, war auch auf einem Auge erblindet und wollte in Nablumah Heilung suchen. Mein Herr (Mann) erlaubte mir, mit ihm zu gehen.«
 
»Aber euer Weg führte durch das Gebiet der Uled Ayun, welche sehr räuberisch sind. Zu welchem Stamme gehörest du?«
 
»Zu den Uled Ayar.«
 
»So sind die Ayun Todfeinde von dir; ich weiß, daß sie in Blutrache mit euch leben. Es war von euch beiden sehr gewagt, die Wallfahrt ohne Begleitung zu unternehmen!«
 
»Wer sollte uns begleiten! Wir sind sehr arm und haben daher keinen Anhang, der mit uns hätte gehen sollen, um uns zu schützen.«
 
»Aber dein Mann, dein Vater konnten dich begleiten!«
 
»Das wollten sie auch; aber sie mußten daheim bleiben, weil es plötzlich eine Fehde gab mit den Soldaten des Pascha. Mein Herr und mein Vater hätten für immer als Feiglinge gegolten, wenn sie mit uns gegangen wären.«
 
 
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