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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

In Tunis 

musterte die weite Fläche mit scharfem Blicke und fragte mich:
 
»Du kennst die Ruinen, zu welchen wir wollen?«
 
»Nur die Gegend im allgemeinen.«
 
»Wie weit noch bis dort?«
 
»Vierzehn Stunden ungefähr.«
 
»Nur? Da gilt's vorsichtig sein! Was sind die Uled Ayar für Leute? Haben wir, nämlich du, Winnetou und ich, sie zu fürchten?«
 
»Nein. Ein einziger Apatsche oder Sioux ist viel mehr zu fürchten als zehn oder zwanzig Ayars.«
 
»Well! Dennoch müssen wir vorsichtig sein. Meinst du, daß sie bei den Ruinen geblieben sind?«
 
»Wer kann das wissen! Hat der Kolarasi sich ergeben müssen, so sind sie längst von dort fort; hat er aber ausgehalten, so belagern sie ihn noch.«
 
»Hm! Und der Bote, der ihnen entkommen ist?«
 
»An den habe ich auch schon gedacht. Es kommt sehr viel darauf an, ob sie von ihm wissen. Wissen sie nichts, so werden sie sorglos sein. Wissen sie aber, daß er nach Tunis ist, so können sie sich denken, daß von dort her Militär kommen wird, um die Belagerten zu entsetzen. In diesem Falle werden sie uns Kundschafter entgegensenden, vor denen wir uns in acht zu nehmen haben.«
 
»Well! Aber sie sich auch vor uns!«
 
»Meinst du? Aber dann müßten wir ganz zu derselben Maßregel schreiten und auch Kundschafter aussenden.«
 
»Aber wen? Traust du den Soldaten des Pascha von Tunis gute Augen und Ohren zu?«
 
»Nein, und Klugheit noch weniger. Ich möchte mich auf sie als Kundschafter nicht verlassen.«
 
 
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