|
|
|
|
| |
In Tunis
»Das werde ich auch nicht. Der Widerspruch ist außerordentlich leicht zu lösen. Ich bin Kara Ben Nemsi; Mr. Jones ist ein Freund von mir und hat mich beauftragt, seine Interessen hier zu vertreten. Verstehen Sie mich?«
»Ja; in dieser Weise könnte es sich freilich machen; aber ich bezweifle, daß Sie es fertig bringen werden, weil es Ihnen unmöglich sein wird, Ihre Rolle als Kara Ben Nemsi durchzuführen.«
»Was das betrifft, so bin ich andrer Ansicht.«
»Die Ansicht ist jedenfalls eine falsche. Sie begeben sich in eine Gefahr, in welcher Sie leicht umkommen können. Es ist nicht nur leicht möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich, daß Sie entlarvt werden.«
»O, was das betrifft, so ist mir nicht im geringsten bange. Die Aehnlichkeit scheint so groß zu sein, daß ich mich unbedenklich auf sie verlassen kann.«
»Dennoch muß ich Ihnen raten, nicht allzu sicher zu sein. Die Aehnlichkeit genügt nicht allein. Wenn Kara Ben Nemsi ein Freund des Herrn der Heerscharen ist, so kennt letzterer nicht bloß ihn, sondern auch alle seine Verhältnisse genau. Sie haben sich kennen gelernt und mit einander verkehrt; wie das geschehen ist, was dabei vorkam, was gesprochen und gethan wurde, das alles müssen Sie ganz genau wissen, wenn Sie sich nicht verraten wollen. Ein einziges falsches Wort, eine unrichtige Bemerkung, eine kleine Unwissenheit kann Sie zu Falle bringen. Dann kommt die Rache, und Sie wissen ja wohl, daß der Moslem dann ohne Nachsicht und Barmherzigkeit ist.«
»Was Sie da gesagt haben, ist alles gut und wohlgemeint, und dennoch machen Sie mir damit nicht bange. Es ist viel leichter, als Sie denken, die Rolle des Kara Ben Nemsi durchzuführen. Nämlich als ich mich mit dem
|
|
|
| |
|