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In Tunis
Wohnung Bu Maramas zu erfragen. Zu ihm als Pferdehändler kamen gewiß viele Leute, und so konnte wohl auch meine Person niemandem auffallen. Ich hielt vor einem langen, schmalen, niedrigen, weißgetünchten Hause, welches nur aus dem Erdgeschosse bestand und ein plattes Dach hatte. Marama kam selbst heraus, öffnete das Thor und ließ mich in den Hof reiten, wo in mehreren eingehegten Abteilungen Pferde zum Verkaufe standen. Er betrachtete erst meinen Fuchs und dann mich mit verwundertem Blicke und fragte dann, mich, indem ich abstieg, mit stechendem Blicke betrachtend:
»Kommst du, dieses Pferd zu verkaufen?«
»Nein.«
»Das ist gut, denn dann wärst du ein Pferdedieb. Ich kenne den Fuchs. Er ist ein echter, maurischer Henneschah- Hengst und das Lieblingspferd des Herrn der Leibwache unsers Pascha. Er muß dir ein sehr großes Vertrauen schenken, da er dir dieses kostbare Tier zum Reiten anvertraut.«
»Er ist mein Freund.«
»Dann sage ihm, daß ich sein und auch dein geringster Diener bin! Welchen Wunsch kann ich dir erfüllen?«
»Es ist heut ein Fremdling bei dir angekommen, welcher verborgen bleiben will?«
»Davon weiß ich nichts. Wer hat dir das gesagt?« fragte er, sichtlich betroffen darüber, daß ein Freund Krüger- Beis nach der Person fragte, welche er bei sich versteckt hielt.
»Sage immer die Wahrheit; du darfst mir vertrauen. Ich bin mit dem Fremden zu Schiff gekommen und habe dir durch einen Hammal seinen Koffer geschickt. Sage ihm, daß ich mit ihm sprechen möchte.«
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