|
|
|
|
| |
In Tunis
wesen ist, einen Fremden, welcher nicht zur Truppe gehört, mitzunehmen?«
»Als oberster Kommandant der Truppe hat er die Erlaubnis, mitnehmen zu dürfen, wen er will.«
»So! Also brauchte er nicht zu fragen. Mit wieviel Leuten wollen Sie denn nun zu seinem Entsatze nachziehen?«
»Mit drei Schwadronen. Morgen nachmittag geht es los.«
»Also wohl zur Zeit des Asr (* Asr = die Zeit des Nachmittaggebetes um 3 Uhr.)?«
»Ja.«
»Leider glauben die Moslemin, daß jeder Zug mißglückt, welcher nicht zur Zeit des Asr begonnen wird; dadurch aber geht ein ganzer Tagesmarsch verloren. Man sollte bedenken, daß gerade dieser Zeitverlust, so kurz er ist, das Verderben derer, die Sie retten wollen, herbeiführen kann. Ich würde keinen Augenblick zaudern, sondern sofort aufbrechen, und wenn es mitten in der Nacht wäre.«
»Sie haben sehr recht; aber das Asr hat immer das Asr zu bleiben und dem Befehle des Pascha darf kein anderer Wille entgegentreten.«
»Wenn Mohammed es Sadok Pascha es so befohlen hat, dann ist allerdings nichts zu ändern. Sie müssen warten bis morgen nachmittag.«
»Und Sie reiten doch jedenfalls mit uns? Und auch Ihre beiden berühmten Begleiter?«
»Hm! Ich habe nichts dagegen. So ein Kriegszug ist mir eben recht. Und was Winnetou und Emery betrifft, so denke ich, daß sie sich auch mit anschließen werden.«
|
|
|
| |
|