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In Tunis
meiner beiden frühern Aufenthalte diesen Weg sehr oft hinaus zu meinem ebenso lieben wie originellen »Herrn der Heerscharen« gemacht.
Im Bardo angekommen, sah ich, daß in Beziehung auf die Lokalitäten, nach denen ich wollte, nichts verändert worden war. Im Vorzimmer saß ein alter Unteroffizier, welcher, wie ich wußte, die Kommenden anzumelden hatte. Er rauchte seinen Tschibuk und hatte den Säbel gemütlich abgeschnallt und neben sich liegen.
»Was willst du?« fragte er mechanisch, ohne mich anzusehen.
Ich kannte ihn sehr gut, dieses alte Inventarstück des »Herrn der Heerscharen«. Er war mein Liebling gewesen, damals noch Onbaschy (* Korporal.), jetzt aber, wie ich sah, zum Tschausch (* Feldwebel.) aufgerückt. Der biedere, graubärtige Moslem mußte jetzt weit über sechzig Jahre zählen, sah aber noch so rüstig aus wie damals, als er meinen Führer zu den Uled Sand gemacht hatte. Er hieß eigentlich Selim, wurde aber stets nur der alte »Sallam« genannt, weil er dieses Wort stets im Munde führte und ihm, wie man bald sehen wird, alle möglichen und unmöglichen Bedeutungen unterlegte. Wenn er »o Sallam!« ausrief, so konnte dies ebensowohl o Wonne, wie 0 Schande, o Freude, 0 Unglück, welche Schlechtigkeit, wie herrlich, wie entzückend, wie armselig, wie schändlich und hundert anderes bedeuten. Es kam nur darauf an, wie er es aussprach, welche Miene er dabei zeigte und welche Armbewegungen er dabei machte.
»Ist der Herr der Heerscharen daheim?« antwortete ich auf seine Frage.
»Nein.«
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