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In Tunis
»So willst du uns nicht nur etwas sagen, sondern auch etwas zeigen?« fragte ich.
»Ja.«
»Ist es von Wichtigkeit?«
»Vielleicht. Ich weiß es nicht. Hunter ging so heimlich und sorgfältig damit um. Es ist ein ledernes Ding, welches die Bleichgesichter eine Brieftasche nennen.«
»Du hast sie ihm heimlich abgenommen?«
»Ich habe sie ihm gestohlen, um sie so bald wie möglich wieder an die Stelle zu legen, von welcher ich sie genommen habe.«
»Hatte er sie in der Tasche?«
»Nein. Meine Brüder haben den kleinen Koffer gesehen, den er bei sich hat. Als ich mich gelegt hatte, stellte ich mich schlafend. Da öffnete er den Koffer, um die Gegenstände, welche sich darin befanden, zu ordnen. Es gab da auch eine Brieftasche, welche er aufschlug. Er nahm mehrere Papiere heraus, welche er las und dann wieder hineinlegte. Dabei betrachtete er mich so aufmerksam und mißtrauisch, daß ich annehmen mußte, die Brieftasche enthalte Heimlichkeiten, die niemand wissen dürfe. Ich nahm mir sogleich vor, sie ihm zu stehlen. Er legte die Tasche in den Koffer zurück, verschloß ihn und steckte den Schlüssel ein. Diesen also mußte ich haben. Als er dann eingeschlafen war, hat es lange, sehr lange gedauert, ehe ich ihm denselben aus der Hose ziehen konnte.«
»Alle Wetter! Du scheinst ganz bedeutende Anlagen zum Taschendiebe zu haben!«
»Ein Mann muß alles können, was er will; er darf es aber nur dann thun, wenn es gut und nützlich ist. Ich habe dann, während er weiterschlief, den Koffer geöffnet und die Brieftasche herausgenommen. Hier ist sie.
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