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In Tunis
Er errötete und zog die Augenlider zusammen; er sah jetzt ein, welchen Fehler er begangen hatte. Um denselben wieder gut zu machen, erklärte er:
»Sie wissen nicht, daß ich die Nachricht von dem Todesfalle erst vor einigen Tagen erhalten habe.«
»So! Das ist freilich etwas anderes. Sie gehen jedoch nicht direkt nach Hause?«
Diese Frage brachte ihn abermals in Verlegenheit.
»Nicht gerade direkt,« antwortete er, »aber doch so schnell wie möglich. So sehr ich mich auch beeilen möchte und beeilen muß, ich bin doch gezwungen, Tunis zu berühren.«
Mit dieser Bemerkung gab er sich eine noch viel größere Blöße als vorher. Der Zwang also, der Zwang führte ihn nach Tunis! Um ihn ja nicht zur Ueberlegung, zum Erkennen seines Fehlers kommen zu lassen, fuhr ich schnell fort:
»Gezwungen? Wohl durch Ihre Verbindung mit Kalaf Ben Urik?«
»Wie kommen Sie darauf?« fragte er erstaunt, indem er mir einen schnellen, mißtrauischen Blick zuwarf.
»Auf die einfachste Weise von der Welt. Der Kapitän sprach ja von diesem Manne, den er zu kennen schien. Kalaf Ben Urik hat, wie ich hörte, ihm Auftrag gegeben, Sie von Alexandrien abzuholen. Daraus ist doch zu schließen, daß Sie mit dem Kalaf in enger Beziehung stehen?«
Er war gefangen, wenigstens halb. Seine Stirn legte sich in Falten. Er blickte einige Augenblicke vor sich nieder und sprach dann:
»Da Sie einmal gehört haben, was der Kapitän sagte, so bin ich zu entschuldigen, wenn ich gegen Kalaf eine Indiskretion begehe, indem ich Ihnen eine Bemer-
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