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In Tunis
»Nicht Firma, sondern Armeelieferant. Er hat viel, sehr viel in Leder gemacht.«
»Armeelieferant? Ah, das ist etwas anderes! Hunter, heißt das nicht auf deutsch Jäger?«
»Ja.«
»Ich habe einen steinreichen Herrn gesehen, welcher deutscher Abstammung war und Jäger geheißen hatte. Er war allerdings Armeelieferant gewesen und hatte den Namen Jäger in Hunter verwandelt.«
»Das war mein Vater! Sie haben ihn also gekannt?«
»Gekannt eigentlich nicht. Ich bin ihm einmal vorgestellt worden. Das ist alles.«
»Wo? Wann?«
»Das ist mir leider nicht mehr erinnerlich. Bei einem so vielbewegten Leben, wie das meinige ist, wird einzelnes leicht vergessen. Es wird aber jedenfalls bei einem Geschäftsfreunde gewesen sein.«
»Natürlich! Und da Sie ihn nicht näher gekannt haben oder kennen, so wissen Sie wohl auch nicht, daß er gestorben ist?«
Mit dieser Frage schoß er einen Bock, der gar nicht größer sein konnte. Ich setzte ihm auch schnell den Fuß zwischen die Thüre, indem ich fragte:
»Gestorben? Er ist tot? Seit wann denn, Mr. Hunter?«
»Etwas über ein Vierteljahr.«
»Sie befanden sich also zur Zeit seines Todes im Oriente?«
»Ja.«
»Haben Sie Geschwister?«
»Nein.«
»So mußten Sie eigentlich sofort heimkehren. Ein solches Erbe läßt man nicht so lange auf sich warten!«
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