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Ein Millionär
Als wir daheim bei mir angekommen waren, sah er sich sehr genau um, betastete jeden Gegenstand und schloß von Zeit zu Zeit die Augen, um sich alles tüchtig einzuprägen. Ich nahm zwei Friedenspfeifen von der Wand, stopfte sie und gab ihm eine. Vogel bekam eine Cigarre. Als ich dann mit dem besten, treuesten und edelsten meiner Freunde rauchend auf dem Sofa saß, sagte er:
»Wir kommen wegen der schönen weißen Squaw, die ich mit dir in San Francisco besucht habe.«
»Ah, von Martha, Ihrer Schwester?«
»Leider ja!« antwortete Vogel. »Es ist nichts Erfreuliches, was wir Ihnen von ihr erzählen können. Ich war jetzt vier Monate drüben.«
»Eine kurze Zeit!«
»Ja, aber für mich lang genug, Diese Monate sind mir zu Jahren geworden, denn sie haben mir nichts als die bitterste Täuschung gebracht. Mein Schwager ist bankerott.«
»Ah! Meine Ahnung! Wie steht es mit Potter, dem Compagnon?«
»Der ist natürlich auch bankerott.«
»Das glaube ich nicht. Er hat Ihren Schwager ausgesogen und wird eine sehr erkleckliche Summe in Sicherheit gebracht haben. Ist der Bankerott etwa als ein betrügerischer anzusehen?«
»Nein. Es verliert kein Mensch einen Pfennig.«
»Niemand hat einen Pfennig verloren und doch ist das Fallissement erklärt worden? Also wurde das große Vermögen in dieser kurzen Zeit vollständig aufgewirtschaftet? Wie war das möglich?«
»Durch falsche Spekulationen, welche Potter gemacht hat. Mein Schwager hatte ihm alle geschäftlichen Bestimmungen allein überlassen.«
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