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Ein Millionär
ooch een Esel, wenn er das nich thäte, denn er is ja Millionär und kann es machen. Der Potter mag nur immer für ihn arbeiten.«
In dieser Weise ging es fort und fort, weiter und weiter. Der Alte faselte das Blaue vom Himmel herunter, stützte sich nur auf die Millionen seines Schwiegersohnes und hatte keine Ahnung davon, daß er mir dabei einen Einblick in die geschäftlichen und familiären Verhältnisse des Hauses bot, bei welchem mir angst und bange wurde. Ob Martha ihren Mann liebte oder nicht, darüber konnte ich nicht klar werden. War es nicht der Fall, so bemühte sie sich, es zu verbergen. Das Paar hatte in der ersten Zeit recht gut gelebt; dann aber war Potter erschienen und hatte die Bekanntschaft Werners gemacht. Es kam mir ganz so vor, als ob dieser Yankee es auf das Vermögen Werners abgesehen habe. Werner schien ihm alles Vertrauen zu schenken und nach und nach in eine Falle zu gehen, in welcher er seinen geschäftlichen Ruin finden mußte. Am wahrscheinlichsten kam es mir vor, daß Potter ihn ruinieren wolle, um mit dem Vermögen auch die schöne, junge Frau zu erlangen.
Was konnte ich da thun? Zur Entlarvung des Menschen bedurfte es Zeit, höchst wahrscheinlich langer Zeit, und dann war es wohl schon zu spät. Ich mußte versuchen, einen Einblick in die Geschäfte zu gewinnen, und dagegen sträubten sich jedenfalls alle beide. Leicht konnte ich dadurch das Uebel ärger machen. Während der Alte redselig erzählte, überlegte ich hin und her und kam zu dem Resultate, daß es am besten sei, mich in diese Angelegenheit nicht zu mischen.
Bald kam dann die Frau Vogels, um uns zum Essen zu rufen. Martha hatte keinen Diener geschickt,
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