|
|
|
| |
Ein Millionär
Der Seufzer, den sie dabei hören ließ, schien mehr ihr selbst als dem Uebermaße seiner Arbeit zu gelten.
»Das Geschäft?« fragte ich. »Er hat doch jedenfalls seine Beamten, auf die er sich verlassen kann?«
»Das wohl; aber die Sachen sind oft so verworren und verwickelt; sein Compagnon nimmt sich derselben nicht genug an, und so kommt es, daß auf meinem Manne die größte Last der Arbeit liegt.«
»Verworren und verwickelt, sagen Sie? Das kann ich mir nicht denken. Und sein Cornpagnon Ackermann scheint nach dem, was ich von ihm gehört habe, ganz im Gegenteile ein sehr thätiger und unternehmender Mann zu sein.«
»Ackermann? Den meine ich nicht; der ist ja gar nicht mehr sein Compagnon. Sein jetziger Partner heißt Potter, der kein Deutscher, sondern ein Yankee ist.«
»Warum hat er mit dem zuverlässigen Deutschen gebrochen und sich - «
»Warum? fragen Sie,« unterbrach sie mich. »Ah, da fällt mir ein, daß Sie noch gar nicht wissen werden, was geschehen ist. Haben Sie, als Sie aus dem Wagen stiegen, nicht die Firmenschrift über unserer Thür gelesen?«
»Nein.«
»Sie wissen also nicht, daß mein Mann jetzt der Mitbesitzer einer Länderei- und Handelsbank ist?«
»Habe keine Ahnung! Länderei- und Handelsbank? Hm! Aber den Oil- Swamp besitzt er nebenbei noch?«
»Nein. Er hat sich mit Ackermann und einem Konsortium auseinandergesetzt.«
»Aber warum, warum?«
»Sie fragen doch ganz ängstlich, Herr Doktor! Es gefiel ihm nicht mehr da oben am Sumpfe, und auch mir und meinen Eltern war es hier in der Stadt natürlich
|
|
|
| |
|