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Ein Millionär
Sie entfernte sich. Winnetou wußte auch jetzt nicht, was gesprochen worden war; dennoch meinte er:
»Diese Squaw ist so schön, wie ich fast noch keine gesehen habe. Mein Bruder mag mir sagen, ob sie einen Mann hat!«
»Sie hat einen.«
»Was ist ihr Mann?«
»Ein armer Teufel aus meinem Vaterlande, welcher dadurch reich geworden ist, daß er eine Oelquelle entdeckt hat. «
»Wo hat er sie kennen gelernt?«
»Drüben, wo er geboren wurde. Sie ist ihm vor zwanzig Monden herüber gefolgt.«
Er dachte einige Augenblicke nach und fuhr dann fort:
»Das war die Zeit, in welcher Old Shatterhand auch in seiner Heimat gewesen ist. Mein Bruder hat sie drüben wohl gekannt?«
»Ja.«
»So hat der Mann diese Frau durch dich bekommen. Howgh!«
Wenn er das Wort Howgh aussprach, was stets am Schlusse einer Warnung oder Behauptung geschah, so war das ein Zeichen, daß er fest an die Wahrheit seiner Worte glaubte und sich durch nichts in seiner Ueberzeugung irre machen lassen werde. Ich staunte wieder einmal über seinen Scharfsinn, der gleich erriet, was ein anderer im ganzen Leben nicht erraten hätte.
Nun kehrte Martha zurück. Sie meldete mit sicht- und hörbarer Enttäuschung:
»Mein Mann ist leider im Bureau nicht anwesend, und ist dies der Fall, so darf auf ein baldiges Kommen nicht gerechnet werden. Das Geschäft nimmt ihn so sehr in Anspruch!«
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