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Ein Millionär
drüben im Erzgebirge wohnen ooch noch Leute, aus denen so was Ordentliches werden kann! Aber 's Zeug muß man dazu haben, 's richtige, ordentliche Zeug!«
»Vater!« bat da die Tochter. »Du weißt ja, daß wir alles eben nur diesem Herrn zu verdanken haben!«
»Na, eegentlich ja; wie man's nimmt. Er hat uns mit der Nase droffgestoßen; aber daß wir nachher mit der Nase droffgeblieben sind, das war die Folge von unserer eegenen und angebotenen Pfiffigkeet. Doch darum keene Feindschaft nich. Zu was treiben denn Sie sich hier in Amerika herum?«
»Aus alter Gewohnheit. Sie wissen doch, daß ich öfters reise.«
»Ja. Und daran thun Sie sehr recht, denn wer eene große Reese macht, der kommt als gebildeter Mann heeme. Ich hab das an mir selber erfahren. Ich bin als een ganz anderer hier angekommen, als ich drüben war. Wissen Sie, man is ooch eener von die Großen mit geworden. Man kriegt ordentlich Respekt vor sich selber. Hier is alles anders, schöner, vornehmer und teurer. Aber unsere Einrichtung haben Sie noch nich gesehen, da müssen Sie gleich mit! So 'was haben Sie noch nich gesehen. Wir wohnen wie die Ferschten oder Großherzoge. Kommen Sie! Sie setzen sich mit in unsere Eckipaasche. Sie brauchen keene Angst zu haben, wir haben Platz genug für Sie.«
»Thut mir leid; ich bin jetzt anderweit beschäftigt. Auch bin ich nicht allein. Hier steht mein Freund Winnetou, von welchem Sie, Frau Werner, doch auch gehört und gelesen haben.«
Sie hatte mit ihren Augen bis jetzt nur an mir gehangen und den Apatschen gar nicht beachtet. Jetzt wen-
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