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Ein Millionär
den Meister blamieren, schrecklich blamieren. Ich wußte, daß er nur altes Schuhwerk zusammenflicken konnte, und wollte mir dann aber ein Paar funkelnagelneue Stiefel bei ihm bestellen; das sollte meine Rache sein. Die verdorbenen Stiefel wollte ich ihm mitsamt dem Gelde an den Kopf werfen und dann stolz nach Amerika zurückkehren.«
»Nun, das können Sie jetzt thun!«
»Ja, ich werde es thun; ich werde mich rächen, aber in anderer Weise. Wenn der arme Mann noch lebt, werde ich ihm unter die Arme greifen. Er soll für jeden Hieb, den ich von ihm erhalten habe - und Sie können sich darauf verlassen, daß es nicht wenige sind eine Mark oder meinetwegen einen ganzen Thaler erhalten.«
»Das laß ich mir gefallen, und ich wünsche herzlich, daß er noch lebt. Ihre Geschichte beginnt, mich zu interessieren; der Anfang aber wollte mich abstoßen.«
»Die nächste Fortsetzung wird nicht viel besser klingen. Eine alte Leinenjacke, leinene Hosen, eine noch ältere Mütze und ein paar Holzpantoffel, das war mein Anzug, in welchem ich mich bis in die Magdeburger Gegend gebettelt habe.«
»Lieber Himmel! Es ist doch fast unmöglich, daß Sie auf dem weiten Wege nicht ein einzigesmal von der Polizei gesehen und aufgegriffen worden sind!«
»O, ich war schlau; man sollte mich nicht erwischen. Wenn ich Gefahr witterte, ließ ich mich nicht sehen und hungerte lieber.«
»Fanden Sie denn immer Leute, die Ihnen zu essen gaben, ohne Sie festzuhalten?«
»Ja. Ich ging immer in die ärmlichsten Häuser; oft auch nahmen sich Handwerksburschen meiner an, die mich zwar auslachten, mich aber nicht verrieten und mir
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