Karl May Reiseromane       Goethe Bildungsromane
Impressum | Datenschutz

Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

Ein Millionär 

ob ich den Namen, und zwar in besonderer Beziehung, gehört hätte. Ist's ein Ort oder ein Sumpf?«
 
»Es war ein Sumpf, ist aber jetzt ein Ort, ein vielgenannter Ort. Ich weiß, daß Sie den Westen kennen wie nur wenige, und bin daher einigermaßen erstaunt, daß der Name Ihnen unbekannt ist.«
 
»Das hat seine guten Gründe. Seit wann spricht man denn von ihm?«
 
»Seit fast zwei Jahren.«
 
»Gerade solange bin ich in Südamerika gewesen, und zwar in Gegenden, wohin Frau Fama gar nicht oder nur sehr spät zu kommen pflegt. Halten Sie mich also wenigstens nicht ganz und gar für einen Tungusen oder Kalmücken!«
 
»O nein! Es freut mich desto mehr, Ihnen heute hier sagen zu können, was aus dem hilflosen Menschen, der ich damals war, geworden ist, denken Sie, ein Oelprinz!«
 
»Sie sind des Teufels! Ein Oelprinz? Dann muß ich Ihnen herzlich gratulieren!«
 
»Danke! Ja, ein Oelprinz bin ich jetzt. Daß ich ein solches Glück finden würde, dachte ich freilich nicht, als wir mit Ihnen und Winnetou beisammen waren. Eigentlich habe ich es dem Apatschen zu verdanken, denn er war es, der uns die Idee eingab, uns aus Nevada fortzumachen und nach Kalifornien zu gehen. Dieser gute Rat hat mich zum Millionär gemacht.«
 
»Wenn Sie das wirklich sind, so bitte ich Sie, nicht bös darüber zu sein!«
 
»Nein, nein!« lachte er. »Wenn Sie wüßten, wer und was ich früher gewesen bin, so würden Sie auch wissen, wie überflüssig diese Ihre Bitte ist.«
 
»Nun, was waren Sie denn?«
 
 
Seiten
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80