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Am Dschebel Magraham
»Unter deinem Schutze?« fragte er ergrimmt. »Wie kommst du dazu, meinen Todfeind in Schutz zu nehmen!«
»Er bringt uns Glück und Segen. Wir werden Frieden mit dem Pascha schließen.«
»Frieden? Und wo bleib ich? Was wird aus unsern Vereinbarungen?«
»Die gelten nicht mehr. Du siehst, daß wir von allen Seiten eingeschlossen sind. Wir haben nur zwischen dem Frieden und dem Tode zu wählen.«
»Ah! Und da greift ihr Feiglinge nach dem Frieden! Und der deutsche Hund soll mir nicht ausgeantwortet werden?«
»Nein. Er ist der Beschützte!«
»So beschütze ihn, wenn du kannst!«
Er zog mit einer gedankenschnellen Bewegung sein Messer; es blitzte gegen meine Brust, aber noch ehe es dieselbe erreichte, rannte ich ihm den Gewehrkolben unter das Kinn, daß sein Kopf in das Genick knickte und er selbst in einem weiten Bogen zur Erde flog. Da blieb er liegen; ein Blutstrom entquoll seinem Munde.
»Effendi, ich danke dir für diesen Stoß!« sagte der Scheik. »Du hast mit demselben das tödliche Messer von dir abgewehrt. Hätte es dich getroffen, so wäre mein Eid, mit dem ich dir Sicherheit verhieß, gebrochen gewesen und zu einem Meineide geworden, und das hätte mein graues Haupt mit ewiger, unauslöschlicher Schande bedeckt. Ist er tot?«
Diese Frage galt einigen Uled Ayar, welche sich zu Melton niedergebückt hatten.
»Er bewegt sich nicht, scheint aber nicht tot zu sein,« lautete die Antwort.
»So bindet ihm die Hände und Füße, damit er bei seinem Erwachen nicht etwa noch größeren Schaden ver-
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