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Am Dschebel Magraham
einen Lieutenant zu ihnen. Er war schon vorher instruiert und schwang ein Tuch zum Zeichen, daß er als Unterhändler komme. Ich ließ durch ihn den Scheik bitten, zu mir zu kommen und gab ihm das Versprechen, daß er, sobald es ihm beliebe, zu den Seinen zurückkehren könne. Doch sollte er seinen Uled Ayar den Befehl geben, daß sie sich bis zu seiner Rückkehr jeder Feindseligkeit zu enthalten hätten.
Ich sah den Boten im Gedränge der Feinde verschwinden. Es dauerte wohl zehn Minuten; dann öffnete sich die Menge, und er erschien wieder; an seiner Seite kam der Scheik geschritten. Er hatte also das Vertrauen zu mir, daß ich mein Versprechen halten würde. Als er näher gekommen war, ging ich ihm der Höflichkeit halber eine kleine Strecke entgegen, legte beide Hände auf die Brust, verbeugte mich und sagte:
»Sei willkommen, o Scheik der Uled Ayar! Du wolltest mich gestern, als ich dein Gefangener war, nicht zu dir sprechen lassen. Darum bin ich aus deinem Lager gegangen, um dich jetzt als freier Mann zu bitten, heute mit mir zu reden.«
Er verbeugte sich ebenfalls und antwortete:
»Ich grüße dich! Du hast mir freies Geleit geboten und wirst dein Versprechen halten?«
»Ja. Du kannst gehen, sobald du willst, denn ich bringe dir den Frieden.«
»Dafür willst du Steuern!«
»Nein.«
»Nicht?« fragte er erstaunt. »Seid ihr nicht deshalb als Feinde zu uns gekommen, um uns das, was uns von unsern Herden übriggeblieben ist, vollends zu nehmen?«
»Ihr habt Mohammed es Sadok Pascha versprochen,
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