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Am Dschebel Magraham
weil morgen noch vor Tagesanbruch der Paß verlassen werden sollte.
Mein Wächter verließ von Zeit zu Zeit seinen Platz vor der Thür und kam herein, um sich zu überzeugen, daß ich noch da sei, und um meine Fesseln zu betasten. Wie es schien, wollte er dies die ganze Nacht so durchführen.
Ich arbeitete mit Eifer an meinen Handfesseln herum und hatte alle Hoffnung, noch vor dem Morgen die Hände aus denselben zu bekommen. Wenn mir dies gelang, war ich gerettet. Aber dessen bedurfte es gar nicht, denn noch war es nicht Mitternacht, als ich ein leises Geräusch an der hintern Seite des Zeltes hörte. Es war so dunkel, daß ich unmöglich etwas erkennen konnte, aber ich sagte mir gleich, daß Winnetou es sei, von dem dieses Geräusch herrührte. Ich horchte.
»Scharlieh, Scharlieh!« flüsterte es da ganz in meiner Nähe.
Ja, es war Winnetou, denn in dieser Weise pflegte er meinen Vornamen auszusprechen.
»Hier bin ich,« antwortete ich ebenso leise.
»Natürlich gefesselt?«
»Gefesselt und noch an einen Pfahl gebunden.«
»Kommt dein Wächter herein?«
»Von Zeit zu Zeit.«
»Wie seid ihr gefangen genommen worden?«
Ich erzählte es ihm in kurzen Worten, erklärte ihm auch den Verrat des Kolarasi und fügte hinzu:
»Krüger- Bei ist im Zelte des Scheiks. Wo Emery steckt, werden wir bald erfahren.«
»Ich weiß es, denn ich sah, wohin man ihn schaffte. Er befindet sich auf der entgegengesetzten Seite des Lagers.«
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