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Am Dschebel Magraham
das Leben der Soldaten giebt. Fort mit ihnen, schnell, ehe sie vermißt werden!«
Man zwang uns, auf unsere Pferde zu steigen und band uns auf dieselben fest; dann ging es fort, nach Südwest, immer zwischen Felsen hindurch, bis nach über zwei Stunden das Warr zu Ende war.
Ich hätte mich am liebsten ohrfeigen mögen; aber einesteils waren mir die Hände gebunden und andernteils pflegt man eine solche Selbstzüchtigung doch lieber zu unterlassen. Meine Waffen, meine schönen, guten Waffen waren fort. Dort, der Anführer, ein Kerl, der das Gesicht eines Affen hatte, hatte sie an sich genommen. Es stand fest, daß es Uled Ayar waren, die uns festgenommen hatten.
Emery hoffte auf Winnetou. Ja, ich traute dem Apatschen mehr als jedem andern und dazu alles mögliche zu, aber was konnte er thun, da er des Arabischen nicht mächtig war! Es gab ja keinen Menschen, mit dem er sich verständigen konnte. Aber dennoch fiel es mir nicht ein, das Spiel verloren zu geben. Emery hatte recht; man schien unser Leben schonen zu wollen, denn keiner der Angreifer hatte von irgend einer Waffe Gebrauch gemacht. Das mußte uns beruhigen. Dann gab es einige gute Trümpfe, welche wir ausspielen konnten: Elatheh, die wir gerettet hatten, und die gefangenen Uled Ayun, welche wir ihren Todfeinden ausliefern wollten; durch sie kamen die letzteren ja zu dem, was sie, wie ich gehört hatte, zu haben wünschten.
Unlieb war mir nur, daß man uns drei getrennt hatte. Ich wurde vorn, der Oberst in der Mitte und Ernery am Ende des kleinen Zuges gehalten, sodaß wir nicht miteinander sprechen konnten. Ich blickte fleißig nach Ost hinüber, wo unsere Leute sich bewegen mußten,
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