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Satan und Ischariot II

Satan und Ischariot II
Unter der Erde
Yuma-Tsil
Ein Millionär
In Tunis
Am Dschebel Magraham
Vergebliche Jagd
 
 

Am Dschebel Magraham 

»Wer -   wer ist dieser Mann?«
 
»Der Bastonnadschi,« antwortete ich bereitwillig und nicht im geringsten gehässig. »Er soll seines Amtes walten bei dir.«
 
»Ich -   ich soll -   die hundert -   die hundert Hiebe erhalten! Mensch! Giaur!«
 
»Schweig, sage ich dir, sonst werden es hundertfünfzig!«
 
»Ich bin ein freier Uled Ayun! Niemand darf mich schlagen!«
 
»Außer der Bastonnadschi!«
 
»Das fordert Blut -   Blut -   Blut!«
 
»Drohe nicht, denn bald wirst du jammern! Du sollst erfahren und fühlen, daß ich es leicht wage, meine Drohungen auszuführen.«
 
»Weißt du, daß es dich dein Leben kostet!«
 
»Schwatze nichtl Du wärst der Kerl, mein Leben zu gefährden! Wie gefährlich du bist, habe ich heute gesehen! Bastonnadschi, es kann beginnen!«
 
»Kräftig?«
 
»Thue deine Pflicht, aber ich will ihm nicht an das Leben.«
 
»So wird er nicht sterben, aber Allah mag mich bewahren, die Wonnen zu schmecken, welche ich ihm bereiten werde! Zieht ihn aus!«
 
Damit war nicht gemeint, dem Delinquenten etwa die Kleider auszuziehen, sondern seinen Körper auszuziehen, auszustrecken. Man nahm ihm den Haïk und band ihm die Hände los. Dann wurden ihm dieselben auseinandergestreckt an eine Lanze gebunden, welche zwei Soldaten ergriffen; zwei andere faßten ihn an den Füßen; alle vier zogen, und nun lag der Scheik lang ausgestreckt mit dem Bauche auf der Erde.
 
 
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