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Am Dschebel Magraham
»Sie werden dadurch, daß ich euch ihnen gebe, meine Freunde werden!«
»O Allah! Sie werden Rache nehmen und uns töten! Aber du hast kein Recht, uns auszuliefern. Wir sind nicht deine Sklaven, die du nach Belieben verschenken kannst!«
»Ihr seid meine Gefangenen! Ich sage euch, der Ritt nach der Stelle, an welcher ihr das Weib eingegraben hattet, wird euch teuer zu stehen kommen!«
Der Scheik sah finster vor sich nieder; dann blickte er zu dem Obersten auf, sah diesem scharf und forschend in das Gesicht und fragte:
»Ist es dein Ernst, uns auszuliefern?«
»Ich beteure es bei meinem Namen und bei meinem Barte!«
Da ging ein Zug grimmigen Hasses über das Gesicht des Ayun, und in höhnischem Tone fuhr er fort:
»Du meinst wohl, daß sie uns töten werden?«
»Ja.«
»Du irrst, bei meiner Seele, du irrst! Sie werden uns nicht töten, sondern die Diyehl (* Blutpreis.) von uns nehmen. Einige Pferde, Kamele und Schafe werden ihnen lieber sein als unser Blut. Dann sind wir wieder frei und werden an dich denken! Wir werden dich - dich - - «
Er machte eine drohende Armbewegung. Der Oberst that, als ob er diese nicht gesehen habe, und sagte:
»Irrt euch nicht! - Es wird sich wahrscheinlich nicht nur um einige Stück Vieh, sondern um viel mehr handeln.«
»Nein. Wir kennen den Preis, welcher bei uns gebräuchlich ist, und können ihn recht wohl bezahlen.«
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